Warum „Quotenfrau” keine Beleidigung, sondern eine Auszeichnung ist!

Kerstin Walkert
Kerstin Walker, veröffentlicht am 10. Februar 2021
Manager Corporate Communications / redaktionelle Leitung Bauer Media Blog

„Quotenfrau“ – für viele ist dieser Begriff immer noch ein Schimpfwort. COSMOPOLITAN macht sich dafür stark, die Quote stattdessen als das zu feiern, was sie ist: ein historischer Durchbruch! Mit einer Live Talkrunde im Rahmen von #supporther by COSMOPOLITAN ermöglichte Deutschlands erfolgreichste Multichannel-Brand für Female Empowerment den intensiven Austausch mit fünf Pionierinnen aus verschiedensten Branchen.

„Die Quote ist ein längst überfälliges Zeichen“ – so COSMOPOLITAN-Chefredakteurin Lara Gonschorowski zur Begrüßung der Speakerinnen und Zuhörer*innen. Moderiert wurde der rund eineinhalbstündige Talk von Veronika Schaller, stellvertretende Chefredakteurin COSMOPOLITAN und Svenja Lassen, Mitbegründerin der #supporther Academy. Während des Events tauschten sich die Zuschauer*innen im Chat mit den Speakerinnen und dem #supporther-Team aus – auch Lara Gonschorowski stieg in die lebhafte Diskussion ein!

Mit der Initiative #supporther und der #supporther-Academy setzt sich COSMOPOLITAN für Female Engagement ein und motiviert Frauen, selbstbewusst ihre Wünsche und Träume zu leben. Alle anstehenden Termine für Webinare, Talkrunden und Workshops finden Sie hier.

Talk verpasst? Kein Problem! Hier können Sie das Event nachträglich streamen

Janina Kugel: Gegenseitiger Support ist alles

„Immer, wenn ich etwas Feministisches poste, kriege ich dafür auf Twitter ordentlich auf die Fr*sse“, berichtete Janina Kugel, Aufsichtsrätin, Senior Advisorin und frühere Siemens-Vorständin im Live Talk. Aber verstummt ist sie trotz des Widerstandes im Netz nicht – und hat sich mit ihrer Initiative #ichwill weiter für eine Frauenquote in den Vorständen eingesetzt. Mit Erfolg: Seit dem 6. Januar ist eine verbindliche Frauenquote für Vorstände von börsennotierten Unternehmen in einem Regierungsbeschluss festgeschrieben.

Ein erster Schritt, wie Kugel findet. Denn um unsere bunte Gesellschaft in Deutschland auch wirklich in den Spitzen von Unternehmen widerzuspiegeln, benötige es mehr Diversität als nur in Hinblick auf das Geschlecht. Grundlegend für weitere Veränderungen sei gegenseitiger Support und ein gutes Netzwerk, so Janina Kugel: „Erfolg ist nicht alleine möglich.“

Katrin Göring-Eckardt: Hartnäckigkeit zahlt sich aus

Die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen ist eine Quotenfrau – und stolz darauf. Ihr Tipp, um Vorurteile gegen Quotenfrauen abzubauen: Menschen mit Argumenten begeistern und hartnäckig bleiben. „Am Anfang habe ich gedacht, ich muss genauso sein wie die anderen: ganz laut reden und den Leuten Sachen sagen, die ihnen scheinbar gefallen. Das hat aber nicht zu mir gepasst. Man kann auch wenn man leise ist ziemlich hart sein –  und vor allem hartnäckig.“

Nach der Einführung der Frauenquote für die Vorstände börsennotierter Unternehmen hat Göring-Eckardt nun unter anderem die Abschaffung des Ehegatten-Splittings sowie die Einführung einer verbindlichen Frauenquote im Parlament auf ihrer politischen Agenda.

Katja Kraus: Widerstände nicht als Norm akzeptieren

Katja Kraus war die erste weibliche Fußballvorständin Deutschlands und musste sich in einem absoluten Testosteron-Refugium beweisen. In ihrem Job hat sie viel emotionalen Druck aushalten müssen: „Es wird auf Fehler gewartet, die beweisen, dass Frauen nicht in der Lage sind, den Job richtig zu machen“, berichtete sie.

Die Widerstände, die Frauen erfahren, nicht länger als Norm zu akzeptieren, ist in ihren Augen ein grundsätzlicher Baustein für Veränderung. Besonders auch, was den Support von Frauen untereinander angeht: „Frauen in Führungspositionen vergessen ihren schweren Weg dahin manchmal schnell“, sagte sie.

Weihua Wang: Integration durch Austausch

2018 hat Weihua Wang als Jugenddelegierte von Deutschland für den Europarat den Grundstein für die Integrationsplattform myBuddy gelegt. Sie setzt sich für eine diverse und gleichberechtigte Gesellschaft der Zukunft ein – und nutzt dafür als Miss Baden-Württemberg 2021 auch die Empowerment-Plattform Miss Germany.

In Bezug auf die Ungleichbehandlung der Geschlechter hat Wang eine konkrete Idee zur Verbesserung: „Mein früherer Arbeitgeber hat Seminare angeboten, in denen wir Frauen lernen konnten, wie die Business-Männerwelt funktioniert. Ich würde mir wünschen, dass es solche Angebote auch mal für die ‚andere Seite‘ gibt!“

COSMOPOLITAN ist offizieller Medienpartner der diesjährigen Miss Germany-Wahl und begleitet den Contest über den gesamten Auswahl-Prozess. Mehr zur Kooperation erfahren Sie hier. Wer die Miss Germany 2021 wird, entscheidet sich beim großen Finale am 27. Februar ab 20 Uhr. Hier können Sie das Event live streamen!

Katharina Wohlrab: Gender-Stereotypen früh den Garaus machen

Katharina Wohlrab bringt Mädchen im Grundschulalter bei, ihre eigene Website zu schreiben. Für die Miss Berlin 2021 ein Herzensthema, denn in der IT-Branche sind Frauen noch immer enorm unterrepräsentiert.

„Ich glaube, dass das ein Weg ist, der Quotenfrau in die Karten zu spielen. Die Quote ist jetzt kurzfristig wirklich sehr hilfreich und gut. Aber auf lange Sicht müssen wir schon viel früher anfangen, denn schon im Grundschulalter verfestigen sich Genderstereotypen.“

Sie haben Rückfragen? Dann melden Sie sich gerne bei Judith Kerstgens.

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