Let’s talk to… Ria Meiners, Bereichsleiterin Brand Management

Kennen Sie die Charity-Kampagne #OneMillionDreams oder haben vom 40-jährigen Markenjubiläum der COSMOPOLITAN gehört? Bei Bauer Media laufen alle Fäden für kreative Werbemaßnahmen im Bauer Brand Management zusammen. Das Hamburger Team um Ria Meiners entwickelt Konzepte und Kampagnen für die verschiedenen Marken. Im Interview erzählt die Bereichsleiterin, wie eine Kampagne umgesetzt wird, warum jede Brand einzigartig ist und wie sie Inspiration für neue Ideen gewinnt. 

Ria, Du leitest das Brand Management-Team bei Bauer. Was können wir uns darunter vorstellen?

Mein Job ist wahnsinnig vielseitig, das ist einfach toll: Wir entwickeln Marketingkampagnen für unsere Marken und Titel, sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich. Und wir sind Ansprechpartner im Haus in Sachen in Sachen Kampagnentwicklung, Branding, Markenaufbau und Mediaplanung – wann immer hier eine neue Idee aufkommt, sind wir im Sparring mit dabei, kümmern uns um die Visualisierung und koordinieren die Umsetzung. Als Schnittstelle zu Agenturen, Videografen und Webdesignern geben wir den Kolleg*innen bei Bedarf eine*n Expert*in mit an die Hand. Außerdem liegt das schöne Thema Events bei uns. Wir gestalten den Look & Feel für alle Veranstaltungen bei Bauer – sowohl intern als auch extern. Zurzeit erfordert das, Corona-bedingt, noch mehr Fingerspitzengefühl, aber es macht auch unheimlich Spaß.

In unserer Gesprächsrubrik „Let’s talk to…“ stellen wir Ihnen regelmäßig Mitarbeiter*innen der Bauer Media Group vor.

Ihr entwickelt die Kampagnen für unsere Marken: Was macht sie einzigartig und warum ist es so wichtig, gerade kleine Unterschiede herauszuarbeiten?

Jede unserer Marken hat einen Markenkern. Wir sprechen mit jedem Titel unterschiedliche Zielgruppen an. Vielleicht ein Beispiel: Die Neue Post und Das Neue Blatt haben zwar inhaltlich ähnliche Themen – aber die Art, wie die Geschichten in den Zeitschriften erzählt werden und die Tonalität der Magazine sind unterschiedlich. Um für die Leser*innen maßgeschneiderte Kampagnen zu gestalten, müssen zunächst einmal wir unsere Marken verstehen. Dafür tauschen wir uns mit der Verlagsleitung und mit den Redaktionen in Workshops aus, in denen wir unter anderem die exakte Zielgruppendefinition festlegen. Wir kommunizieren den Markenkern sehr spitz und können dadurch steuern, wie sich eine Kampagne inhouse aber auch vom Wettbewerb abgrenzen kann.

Wie sieht bei Euch im Brand Management der Workflow für die Umsetzung der Kampagnen aus?

Jede*r Einzelne ist Expert*in für einen Bereich und die dazugehörenden Kanäle. Wir bündeln klassische Maßnahmen wie TV-Werbung, Out-of-home Werbung und Eigenanzeigen, Advertising und Media, Below-the-Line, Eventmanagement und natürlich Kreation. Unser Ziel ist es, die Kolleg*innen vor allem in Richtung Marketing-Beratung zu unterstützen. Umso wichtiger und wertvoller ist der enge Austausch mit den Expert*innen für die Marken im Haus. Wir arbeiten gemeinsam heraus, wofür eine Marke im Kern steht und wie wir diese Botschaft transportieren. Ich empfinde den übergreifenden Austausch als sehr inspirierend.

Ria Meiners

Hat sich Euer Teamwork in letzter Zeit verändert?

Wir haben uns vor rund zwei Jahren funktional aufgestellt und eine Team-Konstellation geschaffen, die neu war und für unsere Arbeit sehr sinnvoll. Durch die spitze Aufgabeverteilung sind wir mittlerweile eine fokussierte, aber auch eine kleine Truppe. Teamwork ist bei der Vielzahl und Diversität unserer Projekte und Aufgaben essenziell und wir federn dadurch viel ab. Ich bin sehr froh, dass wir uns gegenseitig auf uns verlassen können.

Du hast einen kreativen Job, woher nimmst Du die Inspiration?

In meinem Job ist kreativer Input super wichtig. Neue Eindrücke ­– ob bewusst oder teilweise auch unbewusst aufgenommen – erweitern meine Sicht- und Denkweisen. Dafür brauche ich kreative Anreize von außen, zum Beispiel durch Reisen oder einfach einen Stadtbummel. Wann gute Ideen entstehen, kann man nicht immer steuern – oftmals kommen sie sogar eher außerhalb des Tagesgeschäfts. Und nicht selten habe ich eine kurze Eingebung vor dem Schlafen gehen, die ich dann schnell aufschreibe.

Wir sind neugierig, Ria: Hast Du ein ungewöhnliches Ziel, das Du unbedingt erreichen möchtest?

Da kann ich Dir direkt den Wind aus den Segeln nehmen – so ganz verrückte Wünsche wie Fallschirm springen habe ich nicht, das wäre nicht meins. Mein Vater würde sich bestimmt riesig über einen Doktortitel freuen, aber auch da habe ich aktuell keinen Bedarf. Mich begeistern und bereichern Reisen. Mein absolutes Lieblingsziel war bisher Südafrika. Ich war dort für einige Tage in einem Game Reserve und bin morgens um 5.00 Uhr aufgestanden, um in den Busch zu fahren und Tiere zu beobachten. Fantastisch! Als nächstes Reiseziel könnte ich mir sehr gut Namibia und einen Besuch des Kruger-Nationalparks vorstellen…

Kerstin Walker hat Ria Meiners zum Interview getroffen.

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