Karriere machen von der Couch – Nachwuchskräfte im Home Office

Home Offuce
Annika Paetowt
Annika Paetow, veröffentlicht am 14. April 2020
HR Manager Young Professionals

Deutschland in Zeiten der Coronakrise: Auch bei der Bauer Media Group wird auf die Eindämmung des Virus reagiert. Am Standort Hamburg arbeiten ungefähr 1.400 Mitarbeiter*innen im Home Office – so auch unsere Young Talents. Doch was bedeutet Remote Arbeiten für das Thema Ausbildung? Wie wir in der Krise neue Lösungen finden und welche Tipps im Home Office hilfreich sind, verraten wir euch in diesem Beitrag.

Mitte März hieß es auf einmal: „Alle Mitarbeiter:innen, für die es möglich ist, sollen umgehend ins Home Office umziehen.“ Bauer reagierte schnell und bedacht auf die Ausbreitung des Coronavirus. Mit Hochdruck hat unsere IT-Abteilung daran gearbeitet, alle Mitarbeiter:innen Home Office fähig zu machen. Das war wirklich ein großartiger Einsatz von unseren Kolleg:innen! Trotzdem war auf einen Schlag alles anders. Im Ausbildungsbereich wurde Home Office vorher kaum genutzt, denn gelernt wird am besten vor Ort und im engen Austausch mit den Kolleg:innen. Wenn einer der Azubis mal etwas nicht versteht, kann schnell nachgefragt werden. Dass es auch anders geht, lehrt uns die außergewöhnliche Situation der vergangenen Wochen.

Unsere Young Talents arbeiten nun fleißig von der Couch, was überraschend gut funktioniert. Unser Masterplan lautet: Trotz der räumlichen Distanz setzen wir auf Normalität. Für unsere Azubis und Dualis bleibt der vorgesehene Ausbildungsplan bestehen. Die Rotationen finden weiterhin statt und die Einarbeitung erfolgt über Microsoft Teams. Dahingegen bleiben unsere Journalistenschüler:innen vorerst in ihrer Stammredaktion, da sie dort bestmöglich eingearbeitet sind. Per Chat, Telefon- und Videokonferenz findet der Austausch mit den Fachbereichen statt – das ist viel unkomplizierter und schneller als per Mail.

Und wenn mal jemand etwas nicht direkt versteht? Teams bietet beispielsweise die Möglichkeit, den Desktop zur Ansicht freizugeben. So können unsere Young Talents den Ausbilder:innen virtuell über die Schulter schauen. Ein kleiner positiver Nebeneffekt: Sowohl Ausbilder:innen als auch Auszubildende lernen, noch klarer und verständlicher zu kommunizieren, damit trotz der räumlichen Distanz die Aufgaben bestmöglich gelöst werden.

Chancen nutzen in der Krise – so ist eine hilfsbereite Community entstanden.

Besonders stolz sind wir auf den starken Zusammenhalt zwischen Abteilungen und Nachwuchskräften, der sich in dieser Krise entwickelt hat. Bereiche, die aktuell dringend Unterstützung brauchen, haben die Chance, Aufgaben für Azubis anzumelden. Für diese können sich dann freiwillige Helfe:*innen melden. So ist zusätzlich zu den vorgegebenen Rotationen eine hilfsbereite Community entstanden. Unsere Azubis und Dualis haben die Möglichkeit, neue Bereiche kennenzulernen sowie an Projekten zu arbeiten. Gleichzeitig werden die Abteilungen tatkräftig unterstützt, bei denen Not am Mann ist. Das zeigt, wie wir Chancen während der Krise effizient nutzen können. Wir sind uns einig, dass wir diese neu entstandene Idee auf jeden Fall beibehalten möchten. An dieser Stelle auch nochmal ein riesiges Dankeschön an unsere fleißigen Nachwuchskräfte und engagierten Ausbilder:innen, die auch in schwierigen Zeiten alles geben.

Normalität kehrt ein

Nach rund drei Wochen im Home Office und der ersten Phase voller Ungewissheit und Aufregung ist etwas Ruhe und Routine eingekehrt. Daher haben wir mal nachgefragt, wie die Stimmung bei unseren Young Talents ist.

Ich finde Home Office toll, weil ich mir meinen Tag so einteilen kann, wie ich ihn gerade brauche. Außerdem kann ich von zu Hause genauso gut arbeiten, wie aus dem Büro. Sogar die am Anfang etwas unangenehmen Webmeetings werden von Tag zu Tag normaler.

Annemarie Dickschat, Duale Studentin BWL

An Home Office gefällt mir am besten, wie flexibel ich sein kann. Ich kann zum Beispiel erst um 11:00 Uhr frühstücken und in der Mittagspause Sport machen. So wird mein Kopf durchgepustet und ich kann fokussiert in eine konzentrierte Arbeitsphase starten.

Pia Nadolny, Duale Studentin BWL

Auch unsere Medienkaufleute aus dem 18er Jahrgang bleiben zu Hause und lernen von dort fleißig für die Schule. Aktuell wären die Azubis nämlich an der Berufsschule und hätten Blockunterricht. Wie so ein normaler Tagesablauf mit virtuellem Lernen aussieht, verrät euch Lennart.

Wir sind froh, dass auch das Lernen für die Berufsschule problemlos weiterläuft. Wichtig ist es, auch im Home Office klare Regeln zu haben, damit der Tagesablauf nicht aus den Fugen gerät. Hier können wir uns eine Scheibe von unserer Journalistenschülerin Luise abschneiden. Sie ist wirklich super diszipliniert. Was ihr dabei hilft, produktiv im Home Office zu arbeiten, erzählt sie euch in dem nachfolgenden Video. Wir sind uns sicher, mit Luises Tipps seid ihr gut für die kommenden Wochen aufgestellt.

In diesem Sinne: Bleibt gesund, bleibt zuhause und macht das Beste aus der Situation!

Du hast Rückfragen rund um das Thema Ausbildung bei der Bauer Media Group? Melde dich gerne bei Annika Paetow.

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