„Let’s talk to… Janina Süss“

Die Bauer Media Group hat viele Gesichter: Insgesamt sind in Deutschland rund 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Wir stellen Ihnen hier von jetzt an in unserer neuen Gesprächsrubrik „Let’s talk to…“ regelmäßig die Kolleginnen und Kollegen vor – von München bis Hamburg, vom Azubi bis zum Vertriebler

Zum Auftakt haben wir die Verlagsleiterin von CloserInTouch und JOY, Janina Süssgetroffen. Wie sie sich ihre Leidenschaft für Klatsch und junge Frauenzielgruppen angesichts der Herausforderungen in der Medienlandschaft bewahrt und warum sie ihre Work-Life Balance ausgerechnet auf einem Trampolin trainiertverrät Janina uns im Interview. 

Janina Süss, Verlagsleiterin von Closer, InTouch und JOY

Janina, seit wann arbeitest Du bei der Bauer Media Group und was liebst Du an Deinem Job? 

Ich habe bei der Bauer Media Group eine Ausbildung zur Verlagskauffrau gemacht und im Anschluss studiert. Nebenher habe ich weiter als Werkstudentin für Bauer gearbeitet. Nach meinem Studium war ich zwei Jahre bei Bertelsmann, bis ich vor sieben Jahren meinen ehemaligen Ausbildungsleiter traf. Er fragte, ob ich zurück zu Bauer möchte. Und so habe ich in der Verlagsleitung angefangen – das passt perfekt zu mir: Ich liebe Gossip und habe meine Passion zum Beruf gemacht. In der Verlagsleitung laufen viele Fäden zusammen, denn ich arbeite eng mit den Chefredaktionen und den Fachbereichen zusammen.  

Deine Rolle hat sich in der letzten Zeit gewandelt. Vor welchen Herausforderungen stehst Du?  

Die Märkte haben sich extrem verändert, die Auflagenzahlen sinken. Automatismen, die im Celebrity-Segment noch vor einigen Jahren gut funktioniert haben, ziehen nicht mehr. Beispielsweise müssen wir Inhalte anders erzählen, weil die Protagonisten von gestern heute längst andere sindStillstand wäre verheerend, stattdessen suchen wir Woche für Woche einen neuen Dreh und setzen uns noch intensiver mit den Zielgruppen und ihren Bedürfnissen auseinander. Eine unserer großen Herausforderungen ist, dass sich vor allem junge Zielgruppen ständig verändern. Deshalb investieren wir stärker in die Zielgruppenforschung. Auch die Verzahnung von Online und Print ist bei unseren jungen Marken ganz wichtig. Das beginnt bei der crossmedialen Vermarktung und dem engen Austausch der Redaktionen untereinander, beispielsweise zu Marktforschungsergebnissen.  

 

Wo liegen die Chancen im Segment der Celebrity-Magazine? 

Ich glaube fest daran, dass es immer ein großes Interesse für Celebrity-Themen geben wird. Wir lieben Klatsch, weil wir darüber das Leben der Stars und Prominenten mitschneiden und erfahren, dass auch bei ihnen längst nicht alles perfekt läuft: Egal wie viel Geld oder Erfolg ein Promi hat: Liebeskummer kennt jederOb Cellulite oder Zickenkrieg – Celebritys haben die gleichen Probleme wie alle anderen auch. 

Um erfolgreich zu sein, setzen wir bei InTouch und Closer weniger auf News-getriebene Inhalte als auf eine andere Erzählweise: Unsere Aufgabenstellung in Print ist es, Nachrichten einzuordnen und eine Haltung für unsere Zielgruppen und ihre Bedürfnisse zu entwickeln. Wir haben akzeptiert, dass Promis einfach aktueller über die eigenen Social Media-Kanäle berichtenDennoch kann die Verbindung von Online und Print im Celebrity-Bereich perfekt funktionierenWir reagieren online schnell und bringen Geschichten sehr aktuell. Im Heft vertiefen wir die Inhalte und ordnen sie ein. 

Was macht das Arbeiten in Deinem Team aus?  

Vor allem unsere Arbeitsprozesse sind von Veränderungen geprägt. Mein Team meistert diese grandios und ist offen für neue Prozesse, Technologien und Arbeitsweisen. Weiterhin machen wir alle unseren Job mit einer unheimlich großen Leidenschaft und tollen Energie. Alles ist möglich – das macht auch nach so vielen Jahren immer noch großen Spaß! 

 

Wie behältst Du einen kühlen Kopf, wenn es mal stressig wird? 

Icpersönlich mag es, wenn es turbulent ist (lacht)Wenn mein Joballtag sehr dynamisch wird, treibt mich das an. Zum Ausgleich powere ich mich beim Laufen aus und ich habe Jumping Fitness für mich entdeckt: Eine ziemlich anstrengende Workout-Variante, die auf dem Trampolin trainiert wird. Dabei sind sowohl eine hohe Körperspannung, als auch gute Balance gefragt – eine echte Herausforderung. Versuchen Sie mal, auf einem Trampolin zu joggen! Das habe ich mir easier vorgestellt, als es ist. Aber ich liebe es. 

 

Ordnungsliebend oder kreatives Chaos – was liegt immer auf Deinem Schreibtisch? 

Trotz meiner eher ordnungsorientierten Kauffrauen-DNA herrscht bei mir tagsüber Chaos auf dem Schreibtisch, abends räume ich auf. Einige unserer aktuellen Titel liegen immer auf meinem Tisch, daneben internationale Magazine. Drumherum viele, viele Post-its, zwei Smartphones, ein Taschenrechner und mein Notizbuch. 

 

„Ich würde gerne mal…“, bitte vervollständige den Satz. 

…mit Michelle Obama frühstücken gehen. Sie ist nicht nur eine faszinierende Frau. In ihrer Biographie zeigt sie sich sehr offen und privat und ich würde gern mehr von ihrer unheimlich lustigen und lockeren Seite entdecken 

 

Welche aktuellen Entwicklungen bei der Bauer Media Group fallen Dir auf?  

Unsere Vergangenheit hat uns sehr erfolgreich gemacht und darauf können wir bauen. Vieles im Haus ist in Bewegung geraten. Der neue Weg der Bauer Media Group ist geprägt von Innovation und Austausch, das motiviert auf allen Ebenen. Für mich ist das ein Signal, dass wir uns mit unserem Können und unserer Expertise zusammentun sollten, um davon bestmöglich zu profitieren. Ich empfinde es als bereichernd, dass bei Bauer nicht mehr jeder nur für sich alleine kämpft. Ist es ein Zeichen für den Kulturwandel, wenn ich mit einem anderen Verlagsleiter oder Fachkollegen im Sinne der Marken zusammenarbeite – über die Bereichsgrenzen hinweg? Ich denke schon. Jeder kann mitgestalten und sich einbringen. Und im Haus werden sehr viele Dinge angeschoben, die uns auch als Arbeitgeber attraktiver machen 

Kerstin Walker hat Janina Süss zum Interview getroffen.

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