„Let’s talk to… Journalistenschülerin Leslie Schraut“

Ob Strom, Benzin oder Wasserstoff – die Leidenschaft für alles was vier Räder und etliche PS unter der Motorhaube hat, ist Leslies persönlicher Antrieb. Als Leslie & Cars verbindet sie auf ihrem Instagram-Account die Power aus 50 Jahren AUTO ZEITUNG und die Expertise des Testteams mit ihrem eigenen Drive. Im Interview erfahrt Ihr, woher Leslies Faszination für Fahrbares kommt, und wie sie durch ihren oft ziemlich rasanten Alltag als Journalistenschülerin und angehende AUTO ZEITUNG-Influencerin steuert.

In unserer Gesprächsrubrik „Let’s talk to…“ stellen wir Ihnen regelmäßig Mitarbeiter*innen der Bauer Media Group vor.

Leslie, bei wie viel PS fängt dein Herz an zu rasen? Und woher kommt eigentlich deine Leidenschaft für Autos?

Ich habe mir als Teenie in den Kopf gesetzt, dass ich bei jedem Auto sofort Hersteller und Modell erkennen möchte. Als ich mit 18 Jahren endlich meinen Führerschein in der Tasche hatte, war es komplett um mich geschehen. Endlich selbst fahren zu können – ein Traum! Dabei kommt es mir bei Autos nicht auf die PS-Zahl an. Was für mich zählt, sind moderne Technik und die Liebe zum Detail. Mal gefällt mir ein Familienvan mit besonderen Gimmicks. Aber ich fahre auch auf Elektroautos und deren unglaubliche Beschleunigung ab. Bei Kleinwagen fasziniert mich eher die Wendigkeit.

Leslie Schraut

Du bist Journalistenschülerin in Hamburg und volontierst bei der AUTO ZEITUNG. Was fasziniert dich am Medienberuf?

Die Abwechslung und Kreativität in diesem Berufsfeld gefallen mir! Ich kann verschiedene Medien kennen lernen, es bleibt immer spannend und man weiß nie, welche Geschichte als nächstes um die Ecke kommt. Ich brauche Abwechslung, ein klassischer Bürojob wäre die Hölle für mich.

 

Auf Deinem Instagram-Account sieht man, dass Du viel auf Achse bist: Köln, Tokio, Valencia, Hamburg. Wie verbindest du deine Leidenschaft mit Job und Alltag?

Bei meiner Arbeit dreht sich alles um Autos. Eigentlich ist das mein Hobby – aber eben auch mein Beruf. Die Grenzen sind fließend. Ich bin gern unterwegs und habe kein Problem damit, in kurzer Zeit viele Orte zu besuchen. Ich entdecke Neues und mache tolle Erfahrungen. Für mich ist das ein großes Abenteuer.

Welches Ziel hast du dir mit dem Kanal gesetzt?

Es gibt mittlerweile viele Blogger*innen ohne Fachexpertise. Da fehlt mir die Glaubwürdigkeit. Mein Ziel ist es, Menschen mit meiner Auto-Liebe zu begeistern. Meinen Kanal Leslie & Cars gibt es seit einigen Wochen und wir produzieren spannenden Content, beispielsweise über kleinere Hersteller wie den spanischen Autobauer Cupra, der noch wenig bekannt ist. Mit meinem Kanal wollen wir eine deutlich jüngere und auch weiblichere Zielgruppe ansprechen: Meine Follower*innen entdecken den Lifestyle rund um die Autowelt. In meinen Posts und Videos erkläre ich technische Inhalte einfach und verständlich. Damit bin ich nicht nur auf Instagram, sondern im gesamten Portfolio der AUTO ZEITUNG: auf unserer Homepage, auf YouTube, Facebook und auch im Heft.

 

Welche Relevanz hat ein*e Influencer*in für eine Zeitschriften-Marke?

Im Gegensatz zu den meisten Influencer*innen stelle ich mich nicht selbst dar. Ich stehe für die Marke AUTO ZEITUNG und nehme die Leute meiner Generation mit in die sozialen Netzwerke. Die meisten von uns haben lieber das Handy als eine Zeitschrift in der Hand. Deshalb wissen einige nicht, welche coolen Geschichten ihnen entgehen, die in der Redaktion mit viel Leidenschaft produziert werden. Mir ist es wichtig, dass in meinen Videos nicht immer alle Autos „supertoll“ sind, wie man es bei vielen Influencer*innen sieht — ich möchte neutral und sachlich informieren und spreche Vor- und Nachteile verschiedenster Marken an.

Zum Abschluss können wir uns diese Frage nicht verkneifen:  Wie viele Minuten brauchst Du, um einen Reifen zu wechseln?

Ganz ehrlich: Ich habe noch nie einen Reifen wechseln müssen. Das macht mein Schrauber in der Werkstatt. Ich weiß aber theoretisch wie es geht! Und ich bin ein Einpark-Genie und wiederlege das Klischee, dass Frauen das nicht können. Die große Familienkutsche meiner Eltern habe ich schon als Führerscheinneuling souverän eingeparkt. Auf jeden Ausruf „Da passt du nie rein!“ folgte ein „dann schau mal her“ von mir. Passt! Dass sich diese Leidenschaft zum Auto mal zu meinem Beruf entwickeln würde, hätte ich mir nie erträumt.

Kerstin Walker hat Leslie Schraut interviewt.

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