Let’s talk to… Shary Martin

Nach fast drei Jahen als Duale Studentin bei Bauer kennt sich Shary Martin bestens mit den unterschiedlichen Bereichen im Haus aus. Sie hat festgestellt: Jedes Team hat einzigartige Aufgaben, Persönlichkeiten und Herangehensweisen, die es zu entdecken lohnt. Woran sie sich am liebsten zurückerinnern wird, wie Corona die letzten Meter ihrer Ausbildung beeinflusst hat und warum es für sie – ganz dem Sprichwort entsprechend – keinen schöneren Ort gibt als den Rücken ihrer Pferde, verrät sie im Interview.

In unserer Gesprächsrubrik „Let’s talk to…“ stellen wir Ihnen regelmäßig Mitarbeiter*innen der Bauer Media Group vor.

Shary, Du bist seit 2017 duale Studentin der Fachrichtung BWL und stehst kurz vor deinem Abschluss – wie hast Du die Zeit hier bei uns im Haus erlebt?

Die Zeit hier war und ist sehr aufregend, wir lernen während unseres dualen Studiums circa 16 Abteilungen kennen. Das ist viel Input! Aber genau das macht es so interessant und auch empfehlenswert. Vom Vertrieb über Redaktionen, Rechnungswesen, Personalabteilung, Unternehmenskommunikation, Marketing, Verlagsleitung bis hin zu mehreren Einsätzen in der Advertising: Man lernt nicht nur die unterschiedlichsten Persönlichkeiten kennen, sondern versteht auch, wie die Zeitschriften von Grund auf entstehen und wo die verschiedenen Schnittstellen zusammenlaufen.

Shary Martin

Was waren damals die Gründe, dass Du als Duale Studentin bei uns Deinen Berufsweg beginnen wolltest?

Die Hauptgründe für ein Duales Studium war eindeutig die Verknüpfung zwischen Praxis und Theorie. Auch wenn wir in der täglichen Arbeit bei Bauer nicht alle Formeln und Paragraphen anwenden, die wir in der Uni lernen, gibt es durchaus sinnvolle und auch hilfreiche Verknüpfungen zwischen der Arbeit und dem Gelernten. Auch die Übernahme nach dem Bachelor war ein ausschlaggebender Faktor. Und wieso gerade bei Bauer? Nun ja, ich bin diesbezüglich quasi ein „geimpftes Kind“. Ich habe vor circa 10 Jahren beim Girls‘ Day das erste Mal meinen Fuß in den Verlag gesetzt. 2013 folgte dann ein Praktikum in der Online-Advertising, das mir sehr gut gefallen hat! Obwohl ich nach meinem Abitur erst den Plan hatte, Jura zu studieren und auch einen Studienplatz in petto hatte, probierte ich mein Glück und bewarb mich bei Bauer um das Duale Studium. Die Freude war riesig, als ich die Zusage bekam. Auch rückblickend bin ich heute der festen Überzeugung, dass dieser Weg der Richtige für mich ist!

Was macht das Arbeiten in den unterschiedlichen Teams und Bereichen im Haus aus?

Die jeweiligen Abteilungen und Teams sind komplett unterschiedlich. In jeder Abteilung trifft man auf neue Persönlichkeiten, Aufgaben und Herangehensweisen. Und genau das macht es aus! So kann jede*r Duale Student*in während der Zeit für sich herausfinden, wo die eigenen Interessen, Stärken und auch Schwächen liegen. Ich bin immer etwas aufgeregt, wenn ich in eine neue Abteilung komme. Manchmal schlummern da auch so einige Überraschungen! Bei der einen oder anderen Abteilung mag man voreingenommen sein, denkt im Vorfeld, dass die Arbeit dort nicht dem eigenen Interessengebiet entspricht – oder dass man vielleicht gar keine Hilfe sein kann. Genau in diesen Abteilungen habe ich am Ende meines Einsatzes jedoch oft festgestellt, dass ich viel gelernt habe, gut unterstützen konnte und diese Abteilung sogar auf meine „Favoritenliste“ kommt. Was viele nicht wissen, ist, dass nicht nur wir am Ende eines jeden Einsatzes bewertet werden, sondern wir Dualis und Azubis die jeweiligen Abteilungen ebenso anhand eines Feedbackbogens bewerten können. Denn auch wenn wir nicht die Fachexpertise haben wie die Kolleg*innen mit jahrelanger Berufserfahrung, fallen uns dennoch manchmal Kleinigkeiten auf. Und auch was den zwischenmenschlichen Umgang betrifft, sind wir durchaus in der Lage, Feedback zu geben.

Welchen Einfluss hat Corona auf Deinen Arbeitsalltag?

Die Pandemie hatte anfangs einen großen Einfluss auf meinen Arbeitsalltag und da spreche ich vermutlich für alle Dualen Student*innen und Auszubildenden. Ich hatte während meiner Zeit bei Bauer vorher noch keinmal von zu Hause gearbeitet. Die ersten Tage war es sehr ungewöhnlich, die Ansprechpartner*innen und Kolleg*innen nur virtuell zu sehen und sprechen. Und ich war so manches Mal echt verunsichert. Soll ich meine Fragen bündeln und dann über Teams schicken? Soll ich einen Videoanruf machen oder lieber nicht? Wie läuft es ab, wenn ich in ein paar Wochen in eine neue Abteilung komme? Diese Fragen und Unsicherheiten haben sich dann aber schnell gelegt. Ich habe alle meine Fragen im Team offen angesprochen und abstimmen können. Auch unsere Ansprechpartnerin in der Personalabteilung hat uns zu dem Thema „Home Office“ toll beraten und unsere Fragen geklärt. Nun funktioniert das Arbeiten von zu Hause nahezu barrierefrei. Die Ruhe in den eigenen vier Wänden und die Gesellschaft meines kleinen Hundes lässt mich so manches Mal produktiver sein, jedoch fehlen langsam der persönliche Austausch mit Kolleg*innen und die gemeinsame Mittagspause mit den anderen Azubis und Dualis aus meinem Jahrgang. Das geht uns vermutlich mittlerweile allen so.

Gibt es ein Highlight, an das Du Dich auch nach Deinem Abschluss gern zurückerinnern wirst?

Oh ja! Mein ganz persönliches Highlight in der Ausbildungszeit ist definitiv die Reise nach Polen, wo wir die Druckerei besucht haben. Da sind nahezu alle Azubis und Dualis des 17er Jahrgangs mitgefahren. Außer zur Azubi-Weihnachtsfeier sind wir glaube ich in dieser Konstellation nicht wieder zusammengekommen. Nach der Ankunft haben wir abends alle zusammen gegessen, danach ging es dann zur Deutsch-Polnischen Grenze. Das war ein kleiner Fußmarsch, aber nach der langen Anreise und dem Essen genau das Richtige. Die Gespräche und das Beisammensein sind außerhalb der Arbeitsatmosphäre ganz anders. Man ist irgendwie näher zusammengerückt, das war wirklich schön! Darüber hinaus war die Druckerei an sich wirklich beeindruckend. Niemals hätte ich mit solchen Dimensionen gerechnet, sei es die Größe der Papierrollen oder der Maschinen. In welcher Geschwindigkeit die Seiten durch die Maschinen katapultiert werden, ist mit dem bloßen Auge gar nicht zu erkennen. Außerdem wurde gezeigt, wie ein Rollenwechsel abläuft. Das war sehr spektakulär und absolut sehenswert. Natürlich gab es noch viele andere tolle Ereignisse in den vergangenen Jahren bei Bauer. Ich durfte bisher an großartigen Projekten mitarbeiten, beispielsweise die Weihnachtskarte 2018, wo ich mit einem Kollegen aus dem Brand Management nach Berlin fahren durfte, um das erste gedruckte Exemplar zu begutachten. Auch bei Fotoshootings durfte ich zugucken oder an tollen Team-Events teilnehmen, wie Anfang März mit den Kolleg*innen von Strategy&Sales. Es gibt noch viele weitere Highlights, aber das würde vermutlichen den Rahmen sprengen.

Was begeistert Dich privat?

Privat begeistert mich der Reitsport. Ich konnte reiten, bevor ich überhaupt richtig laufen konnte. Seitdem ich denken kann, bin ich aktiv im Dressursport unterwegs. Die Berufung in den Landeskader 2013 war bislang der Höhepunkt meiner reiterlichen Laufbahn. Allgemein waren die Pferde immer meine Zuflucht. Wir haben einen kleinen Stall hinter dem Haus. Das ist der schönste Ort für mich und nirgendwo sonst kann ich den Kopf so frei bekommen. Aber es ist und bleibt ein zeitintensiver Sport, der vor allem im Berufsalltag und Unistress viel Organisation verlangt. Der Reitsport ist oft als Einzelkämpfer-Sport verschrien. Dem ist definitiv nicht so. Nicht nur Pferd und Reiter müssen harmonieren, auch der Trainer und meine Eltern sind eine unerlässliche Unterstützung und tragen maßgeblich zum Erfolg bei. Neben dem Reitsport begeistert mich noch die Musik, die leider in der vergangenen Zeit zu kurz gekommen ist. 2013 hatte ich die Möglichkeit als Mitglied der Gruppe Kids of Pop die schönsten Balladen Michael Jacksons neu zu interpretieren und im Studio aufzunehmen. Daraufhin folgten TV-Auftritte unter anderem bei der Ultimativen Chartshow oder der Echo-Verleihung. Auf derselben Bühne wie Rihanna zu singen, das werde ich wohl nie vergessen.

Das Interview mit Shary Martin führte Judith Kerstgens.

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