Aus der Praxis für die Praxis – Die Celebrity-Academy

Synchronsprecher und Schauspieler Marek Erhardt mit den Journalistenschülern.

An der Celebrity-Academy der Bauer Journalistenschule lernt der Nachwuchs von der Zusammenarbeit zwischen unseren Blattmachern und den Promis. Wir sprachen darüber mit Journalistenschülerin Lisa Schleif und unseren Experten. 

Welche Interviewtechniken Marek Erhardt draufhat, wie Sky Du Mont mit der Presse flirtet und weshalb Narumol und Josef liebenswerte Medienprofis sind, entdeckten Lisa Schleif und 19 weitere Journalistenschüler in der Celebrity-Academy. „Aus der Praxis für die Praxis!“ lautet das Motto der Journalistenschule der Bauer Media Group.

Erstmals in diesem Jahr waren auch die beiden jungen Celebrity-Marken CLOSER und InTouch mit dabei. Sie erweiterten das Themenspektrum des Seminarblocks in Richtung Social Media und junge Zielgruppen. Die Chefredakteurinnen Angela Meier-Jakobsen (CLOSER, InTouch), Petra Hansen-Blank (DAS NEUE BLATT, Nostalgie, RETRO) und Blattmacher Roland Hag (NEUE POST) begeisterten die Journalistenschüler für die vielen Facetten des Genres. Mit ihnen tauchten die angehenden Journalisten im Rahmen ihrer Ausbildung für zwei Wochen ins Celebrity-Segment ein und entwickelten ein Gespür für die redaktionelle Arbeit mit Stars und Promis.

Die Journalistenschule, Daten und Fakten: Seit 2011 haben bisher 141 Schüler  die 24-monatige Ausbildung an der Journalistenschule der Bauer Media Group absolviert. Die drei Ausbildungsschwerpunkte betreffen Text (Celebrity-Academy), Grafik (Hospitanz Repro und Typo) sowie Foto (Fotoagentur). Zwölf Monate verbringt jeder Journalistenschüler in einer Stamm-Redaktion, weitere Hospitanzen finden bei Yellow, in Onlineredaktionen, der Magdeburger Volksstimme und bei einer Wunsch-Station statt. Theorie-Seminare von internen und externen Dozenten, beispielsweise von der >>Hamburger Akademie für Publizistik, ein Besuch unserer >>Druckerei in Polen und die vollständige Entwicklung eines eigenen Magazins runden die Ausbildung ab. Zum Kuratorium der Journalistenschule gehören die Chefredakteure Uwe Bokelmann, Jan von Frenckell, Roland Hag, Petra Hansen-Blank und Sabine Ingwersen.

Lisa Schleif war eine der Celebrity-Academy-Teilnehmerinnen im Juni. Wir sprachen mit der Journalistenschülerin über ihren Abstecher in die Welt des People-Journalismus…

Liebe Lisa, was konnten Sie in der Bauer Journalistenschule von den Stars lernen?

Lisa Schleif: Sky du Mont sprach über seinen sehr guten Draht zur Presse. Marek Erhardt hat uns vermittelt, wie sich eine gute Gesprächsatmosphäre herstellen lässt, ein wirklich tolles Erlebnis. Anschließend haben wir mit ihm Interviewtechniken vertieft. Außerdem sind wir nach Lüneburg ans Set der Serie „Rote Rosen“ gefahren, wo uns Regisseur und Schauspieler Patrik Fichte herumgeführt hat. Handwerklich habe ich viel aus der Zeit mitgenommen: Roland Hag beispielsweise brachte uns bei, was eine gute Schlagzeile ausmacht und wie sich die unterschiedlichen Hefte von der Tonalität unterscheiden.

Was ist ganz anders, als Sie es vorher gedacht hätten?

Lisa Schleif: Ich muss gestehen, dass mich der Celebrity-Bereich persönlich nicht besonders interessiert hat. Lieber schreibe ich über „normale Menschen“. Vor allem für Schicksalsgeschichten habe ich eine Leidenschaft. Es hat mich allerdings positiv überrascht, dass sich diese harten Themen auf Promis übertragen lassen. Der Leser lässt sich auf einer tiefen Ebene erreichen. Ich bin beeindruckt, wie wichtig Fotos im journalistischen Bereich für eine Geschichte sind. Texte sind eher kurz und knackig – die Bilder gern opulent. Dass ein enger Draht in der Zusammenarbeit von Promis mit der Redaktion sehr wichtig ist, finde ich bemerkenswert. Viele Kontakte bestehen über Jahrzehnte und werden – von beiden Seiten – intensiv gepflegt.

Lisa Schleif (Mitte) mit Josef (Bauer sucht Frau), seiner Frau Narumol und Tochter Jorafina.

Was hat sich für Sie nach diesen zwei Wochen verändert?

Lisa Schleif: Mein Verständnis für die Entstehung von Geschichten in Heften wie „DAS NEUE BLATT“, „NEUE POST“, „InTouch“ und „CLOSER“ ist gewachsen. Die Aussagekraft und Qualität von Bildmaterial kann ich jetzt besser beurteilen. Wenn ich heute Fotos von Stars anschaue, frage ich mich: Welche Geschichte könnte sich dahinter verbergen?

Die Leserinnen von NEUE POST und DAS NEUE BLATT sind älter als Sie. Was begeistert Sie an diesen Medien, obwohl Sie nicht zur Zielgruppe gehören?

Lisa Schleif: Mich fasziniert an diesem Genre, dass die Leser zu den Stars und Promis aufschauen. Sie finden sich in ihnen wieder und es beruhigt sie zu lesen, dass Celebrities genau wie sie Cellulite und Eheprobleme haben.

Liebe Lisa, vielen Dank für dieses Gespräch und alles Gute für die weitere Zukunft!

Das Celebrity-Segment – Bunte Unterhaltung mit Tradition: Mit unseren Traditionsmarken NEUE POST und DAS NEUE BLATT erreichen wir seit Jahrzehnten eine große und treue Leserschaft. Beide Magazine heben sich dabei deutlich von klassischen Yellow-Zeitschriften ab. „Die hohe journalistische Qualität von NEUE POST und DAS NEUE BLATT zeichnen uns aus“, so Verlagsleiter Dittmar Jurko. „Dadurch differenzieren wir uns maßgeblich vom Wettbewerb. Mit der Celebrity-Academy als Teil der Journalistenschule nutzen wir eine Chance, um das Image dieser etablierten Marken beim Nachwuchs zu verbessern: Wir bringen den Schülern die Stärken des Segments nahe und entkräften Vorurteile. Im letzten Jahr konnten wir so das Bild, das sie von Yellows hatten, maßgeblich zum Positiven verändern – das ist auch in diesem Jahr unser Ziel.“

„Wir sprechen persönlich mit den Promis und nicht nur über sie.“

„Mit der sich verändernden Mediennutzung wandelt sich auch der People-Journalismus. Am Beispiel unserer jungen Celebrity-Marken können wir dem Nachwuchs darlegen, wie man als Medienmarke die Social Media Plattformen für sich nutzt und den Lesern Mehrwerte bietet, die sie allein in den sozialen Netzwerken so nicht finden“, erklärt Verlagsleiterin Janina Suess die Einbindung der Marken CLOSER und InTouch. „Promis nutzen häufig ihre sozialen Kanäle, um News und Fotos zu veröffentlichen“, ergänzt Chefredakteurin Angela Meier-Jakobsen. „Dadurch wollen sie die Berichterstattung nach ihren eigenen Bedürfnissen steuern. Unser Auftrag als Celebrity-Journalisten ist es, die PR-Selbstinszenierung auf Facebook, Instagram & Co. für unsere Leser einzuordnen und zu bewerten. Wir nutzen Social Media im Redaktionsalltag sehr viel für die Recherche, um proaktiv lancierte Geschichten der Stars zu hinterfragen und weiter zu erzählen. Wie genau das funktioniert, wo sich die besten Geschichten verstecken und wie diese dann journalistisch sorgfältig aufbereitet werden, haben wir den Schülern beigebracht.“

DAS NEUE BLATT-Chefin Petra Hansen-Blank: „Die große Nähe zu den Stars ist eine unserer absoluten Stärken. Wir sprechen persönlich mit den Promis und nicht nur über sie. Deshalb waren Sky Du Mont und Marek Erhardt gerne dabei, als wir sie angesprochen haben.“ Einen weiteren wichtigen Punkt bringt „Zielgruppenversteher“ Roland Hag ins Spiel: „Im Seminar haben wir den Schülern vermittelt, dass sie nicht selber zur Zielgruppe eines Magazins gehören müssen, um für diese zu schreiben. Wichtiger ist es zu verstehen, wie die Leserinnen ticken und was sie emotional berührt.“

Schauspieler Sky Du Mont und Chefredakteur Roland Hag.

Die Jahrgänge der Journalistenschüler starten jährlich am 1. August. Hier gibt es weitere Informationen zur Bauer Media Academy. Sie haben Rückfragen zum Thema? – Melden Sie sich gern bei Anna Störmer.

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